Verrückte Zeiten und wie es weiter geht

Seit März 2020 befinden wir uns, wie der Rest der Welt in einer absoluten Ausnahmesituation. Nicht nur, dass uns #stayathome fest im Griff hat, so gab es in den letzten Woche die eine oder andere Veränderung bei uns. Wie es immer so ist im Leben gibt es gute und schlechte Neuigkeiten.

Die schlechten also zu erst – seit April ist unser Schlagzeuger, Freund und Weggefährte Stefan nicht mehr Teil der Band WE HEAD NORTH. Wir bedauern seinen Weggang sehr und schauen auf mehr als zwei Jahre, fünf großartige Gigs, jede Menge Abende im Proberaum, Song-Writing-Sessions, Recordings und vor Allem eine großartige gemeinsame Zeit zurück. Bruder wir werden Dich vermissen – wir wünschen Dir, dass Deine Träume und Wünsche in Erfüllung gehen, wo auch immer Dich deine Wege hinführen – Danke für Alles!

Die guten Nachrichten – Wir haben wieder Zuwachs bekommen – das nun mehr zweite Band-Baby wurde im Februar geboren und unser Sänger lernt nun völlig neue Töne.

Seit drei Wochen machen wir wieder gemeinsam Musik (im Rahmen der Möglichkeiten – versteht sich!). Wir haben begonnen neue Songs zu schreiben und suchen aktive nach einer Nachbesetzung am Schlagzeug. Auch an unserem Langzeitprojekt (dem Album) tut sich nun wieder etwas. Aktuell liegt unser Fokus absolut im Musik machen. Wir freuen uns schon darauf, wenn wir wieder Gigs für und mit Euch spielen dürfen.

In diesem Sinne bleibt uns bitte gesund, passt auf Euch auf, macht das was Ihr liebt, mit den Menschen die Euch wichtig sind – gemeinsam schaffen wir es durch diese Krise.

Cheers – Euer Daniel, Marius und Sascha

Studio Tagebuch 2020 – Getting it done!

Mit dem Jahreswechsel wird es Zeit, dass wir unser Mammut-Projekt, ein 12 Song Album größtenteils in DIY zu produzieren, vollenden! Letztes Jahr haben wir Euch immer mal mit Informationen angefüttert. Dieses Jahr wollen wir Euch auf den letzten Meilen Album Produktion mitnehmen. Begleitet uns und erfahrt, was hinter den Kulissen passiert.

Update vom 24. Januar 2020 – Vocal Recordings im Heimstudio

Nach verschiedenen Anläufen für die Vocal Recordings haben wir uns entschieden mit einem geliehenen Neumann TLM103 (besten Dank an dieser Stelle an Alex von Lucy Without Diamonds) im „Homestudio“ unseres Sängers Sascha aufzunehmen. Auf Kosten des Raumklangs und professioneller Unterstützung haben wir uns für die private Atmosphäre, Zeitflexibilität und weniger Kosten- und Leistungsdruck (eben DIY) entschieden. Wir hoffen und denken, dass das in der Performance zu hören sein wird, um Euch den best möglichen Sound für unser Erstlingswerk zu liefern. In kürze folgt ein Video-Posting zum Status.

Studio-Tagebuch Update 18. Dez. 2019

Sascha bei den Gesangsaufnahmen

Liebe Leute, We Head North meldet sich erneut aus der Versenkung! Und mit guten Neuigkeiten: Die Gesangsaufnahmen für unser Album haben begonnen!
Nachdem es dieses Jahr eher still um uns gewesen ist – es gab das eine oder andere Studio-Tagebuch Update und das sehr, sehr schöne Konzert am Museumsuferfest – melden wir uns mit guten Neuigkeiten, denn untätig (gewesen) sind wir nicht!
Nachdem die Gitarrenspuren endlich im Kasten waren (einen Zwischenbericht findet Ihr hier), ist es an der Zeit gewesen, den nächsten Schritt Richtung Album zu gehen – die Gesangsaufnahmen.
Heute ist unser Leadsänger Sascha zu einem ersten Recording im Studio gewesen, um seine Texte singend -und manchmal schreiend- in Stein zu meißeln. Ein paar weitere Aufnahmesessions werden folgen, die Bassspuren werden bis Januar 2020 ebenfalls stehen.
Wir sind also gut auf Kurs und freuen uns drauf, Euch mit dem entstehenden Album wegzurocken!

Review: Lucy Without Diamonds – Alternate Reality

EP Cover Alternate Reality

Hallo liebe Freunde! Unsere Proberaumnachbarn von Lucy Without Diamonds haben eine 5 Song (+ Intro) EP produziert und die wollen wir Euch heute mal vorstellen. Song für Song ein paar Impressionen:

Arrival – wer die Kostüme der vier Herrschaften kennt, wird sich nicht über ein genretypisches und durchaus selbstironisches Intro wundern.

Nevada Nightmare – lässt erstmal Punk Rock Einflüsse vermuten. Das Riffing beginnt recht eingängig und simpel. Kurz vor dem Break überrascht der Song dann mit einem Stimmungswechsel, der spontan an AFI erinnert, sehr erfrischend.

Unskilled – versteckt sich nicht hinter Referenzen. Incubus trifft Muse und verbündet sich mit merklichen System of a Down Einflüssen. Der Song begeistert mit einer wunderbaren Klimax und ist damit der Top Track auf der Platte. Hier glänzt wirklich jeder Musiker der Band an seinem Werkzeug. Sänger Alex bemüht hier seine ganze Palette.

Time – ein schönes Motiv, hier hört man die Zeiger (zwischendurch auch tatsächlich) ticken. Der Song steigert sich langsam und merklich in der Strophe, lockert sich in einem fragilen und gefühlvollen Chorus aber immer wieder auf – hier überraschen die Jungs wirklich mit ganz viel Gefühl. Kurz schlägt der Song nochmal um, gibt sich dann aber wieder dem wirklich schönen Chorus hin, um am Ende dann … hört selbst. Der Song ist ein klarer Geheimtipp.

Cereal Killer – kommt wieder Richtung AFI, treibt mit schönen Stakkatos im Verse an. Überhaupt läuft dieser Song schön rund vorwärts. Er bietet vielleicht weniger Überraschungen als andere Stücke der Platte, gefällt aber gerade durch diese Eingängigkeit.

Alternate Reality – beginnt mit starkem Incubus Klang, vergleichbar mit den frühen Platten der Amerikaner. Der Song ist weniger eingängig als die vorigen Stücke und hat einen ganz eigenen roten Faden. Beim ersten hören ist dieser Song weniger eingängig als seine Vorgänger – ein gewagter Abschluss für die EP mit dem gleichen Namen. Gut gefällt das Ende mit etwas Chili Peppers Würze.

Lucy Without Diamonds
Geballter Wahnsinn aus Rhein/Main – Lucy Without Diamonds

Fazit: Die Jungs haben ein schönes homogenes Werk abgeliefert, wobei jeder Song dennoch seinen eigenen Charakter entwickelt. Man merkt, dass die Jungs ihren Klang gefunden haben. Handwerklich ist am Gesamtwerk nichts zu bemängeln, gut produziert, glaubwürdig und nicht zu glatt poliert – Ehrlich und liebenswert wie die verrückten Herren von Lucy Without Diamonds.